DIE INITIATORIN DES BLOGS

Ich bin Auli Eberle, studierte Kulturwissenschaftlerin mit über 10-jähriger Berufserfahrung im Musikmanagement. Meine beruflichen Stationen führten mich an feste Häuser und zu Festivals, an Einrichtungen der öffentlichen Hand und zu privatwirtschaftlichen Unternehmen. Aufgewachsen bin ich zwischen der fränkischen Schweiz, norwegischen Fjorden, finnischen Loipen und französischer Banlieue, immer mit Geige, Langlauf-Skiern, Paddel und Swingtanzschuhen im Rucksack.

 

Im Rahmen der künstlerischen Programmplanung und im Projektmanagement haben mich meistens Dinge angezogen, die nicht in eine Schublade passen: Wandelkonzerte und außergewöhnliche Spielstätten (wie z.B. Tropfsteinhöhle, Stahlwerk, Pilgerweg, Fußballstadium), Musikangebote für Taube und Hörbehinderte, Kammermusik für alle Sinne und eine Musikvermittlung, die durch das Ohr geht und sich im Grundverständnis selbst abschafft. Motor und Quelle jeglicher Inspiration ist dabei meist meine ganzheitliche Sichtweise auf die Welt, die Menschen und die Musikbranche.

 

Inspiriert von Texten des Soziologen und Sozialpsychologen Harald Welzer möchte ich mein ganzheitliches Denken noch sinnhafter in meinem beruflichen Kontext einsetzen und für die große Herausforderung des Klimawandels nutzbar machen. Welzers Vorstellung einer reduktiven Moderne mit gleichbleibenden zivilisatorischen Standards und die Corona-Pandemie, die uns aufzeigt, wie wir angesichts einer globalen Krise ein global vernetztes Denken und Handeln üben, tun  ihr übriges für den berühmten „change“. Mit dem berufsbegleitenden Zertifikatsstudium „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde begebe ich mich auf den Weg zu meinem eigenen Beitrag, die Musikwelt nachhaltiger zu machen.

 

Auf unserem Hofprojekt in Brandenburg erprobe ich am Wochenende und während des Corona-Lockdowns das Leben in Gemeinschaft mit 15 Erwachsenen und 11 Kindern, während ich unter der Woche dem Rhythmus der Hauptstadt folge. Privat verschlinge ich Bücher zur Suffizienz-Strategie und zur Gemeinwohlökonomie, übe mich in immer mehr „frei sein“ - Plastik-frei, Auto-frei – und frage mich, wieviel Weniger nun denn genug für mich ist? In meiner Rolle als  Nachhaltigkeitsmanagerin am Nikolaisaal Potsdam, setze ich mich gemeinsam mit wunderbaren Kolleg:innen für Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität ein, hole mit Veranstaltungsreihen Nachhaltigkeitswissen ins Haus und teile meine Faszination für einen umweltfreundlichen, bewussten und fairen Lebensstil. Mit meinem ehrenamtlichen Engagement für die Initiative „Orchester des Wandels“ darf ich wunderbare Menschen kennenlernen, die sich für den Klimaschutz und eine „enkeltaugliche Zukunft“ einsetzen.

 

Ich freue mich über Anregungen und Post unter: kontakt@orchester-des-wandels.de

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