Mädchen vom Stamm der Bisa. Foto: WWF

Natur-Reservat Simalaha, Sambia

Perspektive für Land & Leute

Mit dem langfristigen Projekt Simalaha in Sambia (Afrika) retten wir ein unwiederbringliches Stück Naturlandschaft und geben den Menschen vor Ort eine langfristige Zukunfts-Perspektive. Die NaturTon-Stiftung arbeitet hier mit dem WWF zusammen.

Auf dem Weg zum weltgrößten Naturschutzgebiet

Unser Projekt Simalaha ist ein kleiner, aber wichtiger Baustein des geplanten grenzüberschreitenden Kavango-Zambezi-Naturschutzgebiet (KaZa TFCA). KaZa liegt am Zusammenfluss der Flüsse Kavango und Zambezi, im Grenzgebiet von Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe. Es umfasst mit einer Fläche von ca. 287.000 km² fast die Fläche Italiens. Hier liegen unter anderem das Okavango-Delta (das größte Ramsar-Feuchtgebiet der Welt), und die Victoria-Fälle (Weltkulturerbe und eines der sieben Welrwunder). KaZa weist eine enorme Artenvielfalt auf. Naturschutz und Tourismus werden von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region sein.

Waldschutz und Klimaschutz

Um den Wald und den fragilen tropischen Boden zu schützen, werden verschiedene Maßnahmen angewendet, darunter sogenannte conservation agriculture Methoden. Dadurch gibt es weniger Erosion bei den oft sehr heftigen tropischen Regen, die Felder der Kleinbauern bleiben länger fruchtbar. Sie müssen viel seltener neue Flächen der Wälder roden, um Felder anzulegen – aktiver Waldschutz. Wenn weniger Bäume und Felder brennen, trägt dies natürlich auch zum weltweiten Klimaschutz bei. Weiterhin ist das südliche Afrika eine der Regionen, die am härtesten vom Klimawandel betroffen ist und in Zukunft sein wird: es wir mehr extreme Wetterereignisse wie starke Dürren und extreme Regefälle geben; die Durchschnittstemperatur wird ansteigen. Wildtiere, die weitaus besser an Wassermangel, Hitze und Trockenperioden angepasst sind, werden eine immer wichtigere Nahrungsquelle werden. Die nachhaltige Nutzung von Wildtieren wird durch KaZa und das Prinzip der Inwertsetzung von Natur gefördert. Eine überlebenswichtige Strategie zur Klimawandelanpassung.

Ziele von KaZa:

  • Gemeinschaftliches Management des grenzüberschreitenden Schutzgebiets
  • Planung zur harmonisierten Landnutzung und einer gemeinsamen Inventur der Ressourcen, gemeinsame Überwachung der Schutzgebiete und Korridore und gemeinsame Forschung zu Schwerpunktfragen
  • Einstellung der rechtlichen Rahmen; Unterstützung einer nachhaltigen Tourismusentwicklung
  • Schaffung eines Rahmens für Investitionen des öffentlichen und privaten Sektors und andere wirtschaftlichen Aktivitäten

Die Rolle des WWF und unseres Simalaha-Projekts

Unser Partner WWF arbeitet seit 40 Jahren im südlichen Afrika und in der KaZa-Region. Die Gründung vieler Nationalparke geht auf den WWF zurück; das Breitmaulnashorn gibt es heute nur noch dank des WWF; viele Regionen und Regierungen haben mit Hilfe des WWF den Naturschutz als eine wichtige Wirtschaftsstütze ihres Landes erfahren. Nicht zuletzt dadurch wurde ein erfolgreiches System etabliert, welches lokalen – oft sehr armen – Gemeinden erlaubt, mit der Natur zu leben und von ihr nachhaltig zu profitieren. Dies hat in Ländern wie Namibia und Tansania maßgeblich dazu beigetragen eine Zivilgesellschaft entstehen zu lassen – unerlässlich für eine Demokratie. Der WWF verfügt in der KaZa-Region über zahlreiche Projekte und nationale Büros mit hauptamtlichen Mitarbeitern. Und so kam es zum Projekt für die NaturTon-Stiftung: Simalaha. In enger Zusammenarbeit mit der Peace Parks Foundation, die sich als Bindeglied zwischen den Regierungen und politischer Motor des Projekts versteht, wird der WWF sich auf die konkrete Umsetzung von wichtigen Komponenten des KaZa-Konzepts konzentrieren. Von herausragender Bedeutung ist dabei die Entstehung von zwei Korridoren, die den südlichen Teil von KaZa (Namibia, Botswana, Simbabwe) mit den nördlichen Teilen (Angola, Sambia) verbinden sollen. Hier spielt das Simalaha-Naturreservat eine zentrale Rolle, ist es doch der wichtige erste Schritt zum Korridor zwischen dem Chobe National Park in Botswana und dem Kafue National Park in Sambia.    

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