Pressemitteilung vom 25.08.2013 Download

Wissenschaft trifft Musik

Neues Konzertformat der NaturTon-Stiftung erstmals am 13. Sep 2013 um 20:00 Uhr im Großen Refraktor auf dem Telegrafenberg in Potsdam.
Nach mehreren erfolgreichen Benefizkonzerten zugunsten eigener Klimaschutzprojekte ruft die Berliner NaturTon-Stiftung jetzt ein neues Konzertformat ins Leben: Solisten der Staatskapelle Berlin gestalten zusammen mit dem Klimawissenschaftler Prof. Hans Joachim Schellnhuber einen Abend, der Konzert und wissenschaftlichen Vortrag kombiniert. Der Erlös wandert in ein neues Projekt zum Schutz von Edelhölzern in Madagaskar. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Genossenschaft BürgerEnergie Berlin.

Programm

"Die Besucher erwartet eine Entdeckungsreise im Dunkel der Sternwarte zu musikalischen Lichtpunkten und wissenschaftlichen Fixpunkten", verspricht Markus Bruggaier von der Stiftung NaturTon. Das einzigartige Ambiente des historischen Linsenteleskops werde einem visionären wissenschaftlichen Vortrag gegenübergestellt. Im Musikprogramm wiederum treffen Barock und Moderne aufeinander: Neben der zeitlosen Musik von Johann Sebastian Bachs "Kunst der Fuge", in ungewohnter Instrumentierung präsentiert, erklingen Werke von Antal Dorati, Isang Yun, Eugène Ysaÿe, Daniel Schnyder und László Dubrovay. Sven Hogrefe setzt die Musik mit Licht in Szene. Im Rahmen eines Sektempfangs stellt die BürgerEnergie Berlin ihr Konzept für ein bürgereigenes Stromnetz und eine klimafreundliche Stadt vor.

Interpreten

Es musizieren Lothar Strauß (Violine), Nikolaus Hanjohr-Popa (Cello), Fabian Schäfer (Oboe) und Csaba Wagner (Bassposaune), allesamt Mitglieder der Staatskapelle Berlin. Referent Hans Joachim Schellnhuber ist einer der weltweit führenden Klimaforscher, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung PIK, Berater der Bundesregierung und Kurator der NaturTon-Stiftung. Neben Schellnhuber referieren Dr. Veronika Huber und Carl-Friedrich Schleußner, Doktorant am PIK.

Erlös für Eben!Holz e.V.

Der gesamte Erlös fließt nach Madagaskar in ein neues Benefizprojekt der Stiftung. Dort sind Ebenhölzer und Palisanderhölzer, die im Streichinstrumentenbau verwendet werden, vom Aussterben bedroht. Diese Hölzer sollen in Zukunft nachhaltig bewirtschaftet werden. Zur Umsetzung haben die Orchestermusiker gemeinsam mit Geigen- und Bogenbauern den Verein Eben!holz e.V. gegründet. Ziel: Innerhalb von zehn Jahren werden in der Makira-Region 90.000 Bäume gepflanzt und von der lokalen Bevölkerung bewirtschaftet.

Karten für das Konzert sind bei der Staatsoper erhältlich (http://www.staatsoper-berlin.de/de_DE/calendar-next/benefizkonzert.11523288 ) oder unter Telefon 030/20354555.

Pressemitteilung vom 01.06.2013

Konzert für Klimaforscher unterstützt Klimaschutz

Potsdam. Anlässlich der ersten internationalen Klimafolgen-Konferenz "Impacts World 2013" fand am Abend des 29. Mai 2013 ein Konzert in der Potsdamer Friedenskirche statt. Viel Beifall erhielten die Musiker der Staatskapelle Berlin, die nicht nur das Konzert gestalteten, sondern sich auch mit ihrer NaturTon-Stiftung für den Klimaschutz einsetzen. Spenden des Konzertpublikums gehen an Eben!Holz e.V., einen Verein zum Schutz bedrohter Hölzer für den Musikinstrumentenbau.

In der gut besuchten Friedenskirche fanden sich neben 300 Konferenzeilnehmern viele Musik- und Klimaschutzinteressierte ein. Auf dem Programm stand eine spannende Zusammensetzung von barocker und moderner Musik mit Werken von  Johann Sebastian Bach, Carl Philip Emmanuel Bach, Thomas Darter, Toru Takemitsu und Allen Vizzutti. Sehr warm und enthusiastisch aufgenommen wurden die Musiker der Staatskapelle Berlin mit ihren Solisten Hannah Pape (Blockflöte), Thorsten Rosenbusch (Violine), Fabian Schäfer (Oboe), Jan Gustavsson (Trompete) und Christian Batzdorf, der als wandernder Trompeter mal vom Hof, mal von der Empore, mal vor dem Altar spielte.

Die rahmengebende Konferenz, organisiert vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), hatte zum Ziel, die Klimafolgenforschung weltweit zu koordinieren und bestehende Wissenslücken zu schließen.

Im Anschluss ans Konzert bedankte sich Prof. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des gastgebenden PIK und Kurator der NaturTon-Stiftung, beim Stiftungsgründer Markus Bruggaier für sein Engagement. Und die nächste Konzert-Kooperation von NaturTon und PIK ist bereits geplant: am 13. September im Einsteinturm Potsdam unter dem Titel "Musik trifft Wissenschaft".


Fotogalerie

Klicken zum Vergrößern

Foto: PIK/Nolte
Foto: PIK/Nolte
Foto: PIK/Nolte
Foto: PIK/Nolte
Foto: PIK/Nolte
Foto: PIK/Nolte
Foto: PIK/Nolte
Foto: PIK/Nolte
Foto: PIK/Nolte
Foto: PIK/Nolte
Foto: PIK/Nolte

Pressemitteilung vom 04.10.2012 Download

Klimaforscher Schellnhuber tritt 
NaturTon-Stiftung bei

Berlin. Die Klimaschutzstiftung NaturTon begrüßt den weltweit renommierten Klimaforscher Professor Hans Joachim Schellnhuber als neues Kuratoriumsmitglied. Damit unterstützt Schellnhuber die von der NaturTon-Stiftung ins Leben gerufene Klimaschutzinitiative „Orchester des Wandels“, die kulturelles und umweltpolitisches Engagement miteinander verknüpft. „Die Wissenschaft kann den Verstand der Menschen erreichen, aber die Musik das Herz. Das Schreiben von Tausenden wissenschaftlicher Papiere bringt zu wenig in Bewegung; deshalb ist es gut, wenn jetzt Wissenschaft und Musik Hand in Hand gehen“, so Schellnhuber.

Markus Bruggaier, Orchestervorstand der Staatskapelle Berlin und Mitbegründer der Stiftung NaturTon: „Die Entscheidung von Prof Schellnhuber würdigt die Initiative der Musiker der Berliner  Staatskapelle, die dadurch weiter an Glaubwürdigkeit gewinnt. Zudem ermöglicht eine Partnerschaft mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung interessante gemeinsame Projekte, welche die Wirkung und Ausstrahlung unserer Initiative weitere stärken.“

Schellnhuber zeigt sich insbesondere von den so genannten Klimakonzerten beeindruckt, mit deren Einnahmen weltweit Umweltprojekte initiiert und finanziert werden. „Bis vor kurzem dachte ich noch, die Welt sei nicht mehr zu retten – bis ich ins Klimakonzert kam", lobt Schellnhuber die engagierten Musiker, allesamt Mitglieder der Berliner Staatskapelle. Solo-Trompeter Christian Batzdorf erklärt: „Unsere Musik will auf  die drohende Klimakatastrophe antworten und mit künstlerischen Mitteln auf den Klimawandel aufmerksam machen. Durch die Wissenschaft wissen wir von dem Problem, und die Wissenschaft brauchen wir bei der Suche nach Lösungen. Das Orchester des Wandels möchte seinen Beitrag zu der Umsetzung solcher Lösungen leisten. Es ist uns deshalb eine große Ehre, ab sofort mit Prof. Schellnhuber zusammenzuarbeiten.“

Hintergrund: die NaturTon-Stiftung
Die gemeinnützige NaturTon-Stiftung wurde 2009 von den Musikern der Staatskapelle Berlin ins Leben gerufen. Schirmherr ist der Dirigent Daniel Barenboim. Die Musiker fördern mit ihrer aus privaten Mitteln finanzierten Stiftung globale Klima- und Umweltschutzprojekte. Partner  ist der World Wildlife Fund (WWF). Zum Kuratorium der Stiftung gehören neben Hans Joachim Schellnhuber auch der Bariton Thomas Quasthoff und der Dirigent Enoch zu Guttenberg.

Zur Person: Hans Joachim Schellnhuber
Schellnhuber (62) ist international renommierter Spezialist für Klimafolgenforschung und Erdsystemanalyse. Schellnhuber ist Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen  (WBGU), Mitglied des Weltklimarates (IPCC ), Vorsitzender des Verwaltungsrats des Climate KIC (Knowledge and Innovation Community) des European Institute for Technology. Außerdem lehrt Schellnhuber als Professor für Theoretische Physik an der Universität Potsdam  sowie am Santa Fe Institut (USA). Er ist Mitglied der deutschen Nationalakademie Leopoldina und der National Academy of Sciences  der Vereinigten Staaten.
Hans Joachim Schellnhuber ist Träger des Verdienstkreuz 1. Klasse  der Bundesrepublik Deutschland, des Most Excellent Order of the British Empire (CBE), er bekam den Deutschen Umweltpreis 2008 verliehen und den Verdienstorden des Landes Brandenburg. Schellnhuber wurde 2011 als erster Deutscher mit dem weltweit bedeutenden Volvo Environment Prize ausgezeichnet. Ferner besitzt er die Ehrendoktorwürde der Universität Kopenhagen und der Technischen Universität Berlin.

3. Klimakonzert ein voller Erfolg

Klimakonzert in der Gedächtniskirche

Am Samstag, 1. Dezember 2012 erlebte das Berliner Publikum in der ausverkauften Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche das 3. Klimakonzert der NaturTon-Stiftung. Wie schon bei den letzten beiden Kimakonzerten war es kein "normales" Benefizkonzert, sondern stand ganz im Zeichen des Umweltschutzes. Enoch zu Guttenberg dirigierte Haydns "Jahreszeiten" und stellte als Moderator ständig Bezüge her zwischen den einzelnen Jahreszeiten und dem Thema Umweltschutz. Die Musiker der Staatskapelle Berlin und die Chorgemeinschaft Neubeuern musizierten auf höchstem Niveau. Viel Applaus gab es auch für die herausragenden Solisten Carolina Ullrich (Sopran), Jörg Dürmüller (Tenor) und Yorck Felix Speer (Bass). Die Konzerteinnahmen kommen jetzt dem Projekt "Zauberwald" zugute.

Das 3. Klimakonzert im Rahmen der Klimaschutz-Initiative "Orchester des Wandels" fand passend zur Konferenz "Leben ohne Zins und  Wachstum - Ausblick auf eine neue Ära" des Denkwerks Zukunft statt, und so waren auch viele Konferenzteilnehmer unter den begeisterten Konzertgästen zu finden. Die NaturTon-Stiftung und das Denkwerk Zukunft sind schon seit dem 1. Klimakonzert 2010 Partner.

Enoch zu Guttenberg ist übrigens nicht nur ein weltweit renommierter Dirigent: Seit vielen Jahren schon engagiert er sich für den Umwelt- und Klimaschutz. Enoch zu Guttenberg gehört zu den Kuratoriumsmitgliedern der Stiftung NaturTon.

Pressekontakt

Verantwortlich für den Inhalt:

Markus Bruggaier

Redaktion / Pressemitteilungen:
Peter Böhnel